LAG - Gemeinsam leben - gemeinsam lernen

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LAG – Landesarbeitsgemeinschaft Baden-Württemberg

Gemeinsam leben – gemeinsam lernen e.V.

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Aus der LAG und den örtlichen Initiativen


Grundschulverband unterstützt LAG-Gesetzentwurf

Inzwischen hat sich auch die Landesgruppe Baden-Württemberg des Grundschulverbandes zu Wort gemeldet. Sie unterstützt unsere Initiative nachdrücklich, hält es aber nach den Erfahrungen in der Praxis für nötig, eine (klar befristete) Übergangsphase einzuplanen.

Hier der Beschluss des Vorstands vom 7.12.2012 im Wortlaut:

“Der Grundschulverband (Landesgruppe Baden-Württemberg) unterstützt nachdrücklich die Initiative der Landesarbeitsgemeinschaft Gemeinsam leben – gemeinsam lernen Baden-Württemberg e.V. Die Vorgaben der von der Deutschland ratifizierten UN-Konvention können nur durch- und umgesetzt werden, wenn sie in einen rechtlich verbindlichen Rahmen auf Landesebene umgesetzt werden.
Der Grundsatz eines wohnortnahen Schulangebots (s. § 15 LAG-Entwurf) ist gerade für die Grundschulzeit von hoher Bedeutung für das gemeinsame Leben und Lernen aller Kinder. Der Grundschulverband vertritt deshalb seit Jahren die Idee eines inklusiven Bildungssystems. Neben dem zügigen Ausbau der wohnortnahen Inklusionsschule halten wir zumindest im Übergang auch das Angebot von regionalen Schwerpunktschulen für erforderlich, in denen Kinder mit besonders schwerer Behinderung oder sehr spezifischen Förderbedürfnissen integrativ unterrichtet werden können. Überall dort, wo die Regelschule dem Wunsch der Eltern nach gemeinsamem Unterricht gerecht werden kann, hat die Wohnortnähe aber auch in diesen Fällen Vorrang, d. h. dass der gemeinsame Unterricht dann nicht an Finanzierungsvorbehalten scheitern darf.
Die Erfahrungen in der Praxis zeigen, wie stark eine erfolgreiche Umsetzung von den Rahmenbedingungen abhängig ist: von Größe und Zusammensetzung der Lerngruppen, von der personellen Besetzung, der Kompetenz und dem Engagement der verantwortlichen Pädagog/inn/en, von den bauliche Gegebenheiten und der materiellen Ausstattung. Angesichts der Situation, dass viele Lehrer/innen schon mit der Heterogenität in den Klassen der Regel- und der Förderschulen nicht angemessen umgehen können, warnen wir vor einer überstürzten Umsetzung in der Breite.
Das bedeutet nicht: einfach so weitermachen wie bisher.
Wir fordern vielmehr
a) eine klare Zielvorstellung, wie sie der LAG-Gesetzentwurf formuliert;
b) einen verbindlichen auf 5 bis 10 Jahre befristeten Zeitplan für seine schrittweise Umsetzung mit Evaluationspunkten zur Bilanzierung des Erreichten und für die Konkretisierung der weiteren Entwicklungsschritte (zu § 114 III LAG-Entwurf);
c) eine Bindung aller Zwischenschritte an den generellen Anspruch, jedem Kind in seiner Besonderheit zunehmend besser gerecht zu werden.
Die zentrale Aufgabe aller Beteiligten ist die Entwicklung einer Unterrichts- und Schulkultur, die die Förderung aller Kinder an ihren individuellen Entwicklungsmöglichkeiten (Potenzialen und Schwächen) orientiert. Der Grundschulverband hat hierzu in seinen Projekten „Pädagogische Leistungskultur“ und „Kompetenzen stärken – individuell fördern“ pädagogisch und didaktisch fundierte Praxishilfen entwickelt, die in der Lehrer/innen-Fortbildung und -Beratung sowie bei der Entwicklung inklusiver Schulen hilfreich sein können (§ 15 IV LAG-Entwurf).

Für den Vorstand der Landesgruppe Prof’in Dr. Erika Brinkmann
Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd



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