LAG - Gemeinsam leben - gemeinsam lernen

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LAG – Landesarbeitsgemeinschaft Baden-Württemberg

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Projekt Inklusionsbeobachtung und -begleitung



TREFFEN IM STAATLICHEN SCHULAMT MANNHEIM // 07.2017
Das SSA Mannheim ist eines der Schulämter, die uns nach dem Schualmtsseiten-Check gleich zum Gespräch eingeladen hatten. Nun hatte es mit einem Termin geklappt. Wir empfinden es als ungeheuer hilfreich, uns auszutauschen - über das, was Eltern und uns als Elternselbsthilfeverein bewegt - und über die Themen und Probleme, die derzeit die Schulämter beschäftigen. Nur so können wir herausfinden, wo wir etwas gemeinsam für Inklusion bewegen können. V.l.n.r.: Hartwig Weik, Schulamtsleiter, Kirsten Ehrhardt und die Schulräte Arnulf Amberg und Angelika Treiber.
PROMPTE ANTWORT (7-2017) Das ging schnell, und das freut uns sehr. Die Antwort auf unsere Anfrage (siehe Post vom 11.7.): "Das Kultusministerium dankt für Ihre E-Mail vom 11.07.2017, in der Sie nachfragen, ob das Ministerium von der in § 30 e SchulG normierten Verordnungsermächtigung in Bezug auf die sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) Gebrauch machen werde. Das Ministerium beabsichtigt, eine solche Verordnung für die SBBZ zu erlassen. Wenn gewünscht, kann die Landesarbeitsgemeinschaft Baden-Württemberg "Gemeinsam leben - gemeinsam lernen" in das Anhörungsverfahren einbezogen werden. Das Anhörungsverfahren wird so bald wie möglich im Schuljahr 2017/2018 durchgeführt werden." Ja, das möchten wir! Das haben wir dann auch gleich mal ganz fix zurückgemailt.
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DIE GYMNASIEN UND DIE INKLUSION // 07.2017
Wie Gymnasien in BW schulische Inklusion verstehen und öffentlich darstellen, ist auch für unser Projekt ein Thema. In Schwetzingen (Rhein-Neckar-Kreis) ist darüber zur Zeit ein regelrechter „Schul-Streit“ rund um das Hebel-Gymnasium und seinen Direktor entbrannt. Der hatte ein Schreiben an alle seine Eltern versandt und eine Stellungnahme an der Schwetzinger Zeitung abdrucken lassen, in der er vortrug, dass "Inklusion bei Erfolgsaussicht gar keine Frage" sei. Gerne nehme man Schüler mit Behinderung auf, ".....die eine erfolgreiche gymnasiale Schullaufbahn erwarten lassen." Für uns ein "deja vu" mit der Argumentation des Gymnasiums Walldorf (2014). Wieder einmal geht ein Gymnasium im Rhein-Neckar-Kreis an die Öffentlichkeit und macht einen Unterscheid zwischen zielgleicher und zieldifferenter Beschulung auf, den es so im Schulgesetz nicht (mehr) gibt. Das Hebel-Gymnasium reiht sich damit in die Reihe der Gymnasien ein, die unverdrossen trotz klarer anderer Rechtlage an ihrer Meinung festhalten:
Die Klugen gerne zu uns - die "Doofen" aber bitte schön woanders hin, z.B. an die Schimper-Gemeinschaftsschule, praktischerweise auch in Schwetzingen. Die hat sich übrigens aus einer Realschule hinaus zur GMS entwickelt. Aber eine Realschule ist ja "nur" eine Realschule und kein Gymnasium... Unsere örtliche Initiative, die Elterninitiative Rhein-Neckar, hat sich dazu bereits in der Schwetzinger Zeitung zu Wort gemeldet: https://www.morgenweb.de/schwetzinger-zeitung_artikel,-schwetzingen-rechtslage-verkannt-_arid,1077911.html. Sie hat auch sowohl den Schulpräsidenten im zuständigen Regierungspräsidium als auch den Mannheimer Schulsamtsleiter angeschrieben und gefragt, wer denn den Gymnasien im Rhein-Neckar-Kreis im allgemeinen, und dem Hebel-Gymnasium im besonderen, einmal die geltende Rechtslage nach dem 2015 geänderten Schulgesetz von Baden-Württemberg zum Thema Inklusion erklärt hat oder noch zu erklären gedenkt. Auf die Antworten darf man gespannt sein.

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RECHTSVERORDNUNG SONDERSCHULEN? // 07.2017
Angekündigt wurde sie immer wieder, erlassen wurde sie aber bislang noch nicht: Eine Rechtsverordnung auf der Grundlage des § 30e SchulG, die die regionale Schulentwicklung der sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (ehemals: Sonderschulen) regelt.
Für andere Schularten, z.B. die Werkrealschulen, gibt es eine Verordnung schon lange. Eine solche wäre aus unserer Sicht aber
dringend für die SBBZs erforderlich, um insbesondere Mindestschülerzahlen festzulegen. Ein Grund für den eklatanten Mangel an Sonderpädagogen im Land - der oft der Inklusion "in die Schuhe geschoben" wird - ist das Festhalten an kleinen und kleinsten Sonderschulen, auch wenn deren Schülerzahlen weiter sinken. Hier sind verbindliche Vorgaben nötig, die auch die kommunalen Schulträger mit der Tatsache konfrontieren, dass man nicht alle Schulen und Schularten erhalten kann, "weil es schon immer so war", auch wenn sie nicht mehr gebraucht werden und unnötig Ressourcen binden, die an anderer Stelle dringend gebraucht werden. Auch die Schulämter warten auf entsprechende Regelungen. In einigen Schulamtsbezirken ist der "Mangel" inzwischen so groß, dass Lehrer von einem SBBZ an ein anderes SBBZ abgeordnet werden, um dort den Unterrichtsbetrieb überhaupt aufrecht erhalten zu können. Wir haben jetzt per Mail im Kultusministerium angefragt, ob eine solche Rechtsverordnung kommt und wann. Wir sind gespannt auf die Antwort, die wir hier veröffentlichen werden.

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NOCH SONDERSCHULPFLICHT IN BIBERACH? // 07.2017
Aufmerksame Mitglieder unterstützen unser Projekt und fanden dieses: http://www.biberach.de/index.php?id=1762
Dort steht "Kinder und Jugendliche, die infolge körperlicher, geistiger oder seelischer Besonderheiten in der allgemeinen Schule nicht gefördert werden können, sind zum Besuch einer geeigneten Sonderschule verpflichtet." Die Sonderschulpflicht ist aber in Baden-Württemberg schon vor zwei Jahren mit dem Inkrafttreten des novellierten Schulgesetzes am 1.8.2015 in Baden-Württemberg abgeschafft worden. Seitdem haben die Eltern ein Wahlrecht zwischen einem SBBZ (ehemals: Sonderschule) und Inklusion, also der Beschulung an einer allgemeinen Schule. Wir finden es wichtig, dass die Kommunen, die für viele ihrer Bürger erste Ansprechpartner und Informationsquellen sind, die Rechtslage korrekt und aktuell darstellen und haben deshalb Landrat Dr. Schmid angeschrieben mit der Bitte um eine zeitnahe Überarbeitung der Biberach-Seite.
Über seine Antwort informieren wir hier.

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AUSTAUSCH VOR ORT 6 // 06.2017
Im Rahmen unserer "Webseitenbeobachtung" war Projektleiterin Kirsten Ehrhardt beim Staatlichen Schulamt Freiburg eingeladen. Dort traf sie sich mit Schulamtsleiterin Amanda Kanstinger (li) und den Schulräten Gabriele Bolay (2.v.r.) und Steffen Kluge zu einem intensiven Austausch, der auch für uns als LAG BW GLGL spannend, lehrreich und informativ war. Wir freuen uns, dass so viele unserer Anmerkungen vom Schulamt ernst genommen und aufgegriffen wurden. Und auch wir haben wichtige Anmerkungen des Schulamtes für unsere Arbeit, insbesondere die Elternberatung, aufgegriffen. So soll es sein!
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DIE SYNOPSE // 06.2017
der Schulamtsseiten (und ihrer Darstellung der Inklusion) ist fertig: 44 Seiten Fleißarbeit - jetzt können die Gespräche mit den Schulämtern beginnen (bzw. eins hatten wir schon...)!
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DAS FORMBLATT Hb/A // 06.2017
Wie ändert man ein Formblatt, das tausendfach im ganzen Land kursiert, und das jeder ausfüllen muss, der Eingliederungshilfeleistungen beantragt? Ganz einfach: Man fängt einfach mal an! Schon vor einiger Zeit ist uns aufgefallen, dass im Formblatt Hb/A noch immer an zwei Stellen von "Sonderschulpflicht" die Rede ist. Diese ist aber schon vor zwei Jahren mit dem Inkrafttreten des novellierten Schulgesetzes am 1.8.2015 in Baden-Württemberg abgeschafft worden. Wir haben den im Kommunalverband für Jugend und Soziales BW (KVJS) Zuständigen - zumindest war er 2009 an der Erstellung des Formblattes maßgeblich beteiligt - angeschrieben, und ihn gefragt, ob und wenn ja, wann, eine Überarbeitung des Formblattes geplant ist. Denn wir finden es natürlich außerordentlich wichtig, dass die Formulare, die in Baden-Württemberg - hier im Zusammenhang mit Eingliederungshilfe in der Schule - verwendet werden, auch die aktuelle Rechtslage abbilden. Und jetzt: Schau'n wir mal!
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SCHULAMTSSEITEN-CHECK ABGESCHLOSSEN // 06.2017
Jetzt haben wir alle 21 Webseiten zum Thema Inklusion untersucht und allen Schulamtsleitern unsere Anmerkungen gemailt. 9 Schulämter haben sich schon zurückgemeldet. Wie geht es jetzt weiter? Erst einmal sind Ferien (die können wir auch gut gebrauchen). Wir werden die zwei Wochen dafür nutzen, eine Synopse, also eine vergleichende Darstellung, zu erarbeiten. Und dann freuen wir uns auf die ersten Termine mit den Schulämtern, die uns schon zu einem persönlichen Gedankenaustausch eingeladen haben!
(Das nette Bild stammt übrigens von der Webseite des SSA Markdorf)
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WER GUCKT DA EIGENTLICH HIN? // 05.2017

Das war eine der zentralen Fragen bei der Podiumsdiskussion gestern in Bad Boll zum Abschluss der Tagung "Inklusion - Vision und Wirklichkeit". Beim Nachbesserungsbedarf auf vielen Ebenen waren sich alle einig. Doch ob das Kultusministerium seine Verantwortung auch wirklich wahrnimmt, wurde von vielen bezweifelt. Nicht nur Kirsten Ehrhardt, unsere Projektleiterin Inklusionsbeobachtung und -begleitung in BW, berichtete vom extrem unterschiedlichen Verwaltungshandeln der Schulämter. Auch andere der engagierten Teilnehmer, viele davon in der Inklusion tätig, forderten u.a. Verlässlichkeit in der Ressourcenzuteilung und ein Monitoring. Das brachte Thomas Poreski, Grüne, (li neben Kirsten Ehrhardt und Tanja Urban, der Studienleiterin an der Evangelischen Akademie) in Erklärungsnöte. Kirsten Ehrhardt: "Wenn einer Regierung eine Sache wirklich wichtig ist, schaut sie darauf und steuert über das zuständige Ministerium. Das ist eine klare Führungsaufgabe, und zwar beider Regierungsparteien!"
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GLÜCKWUNSCH MORENA // 05.2017

Wir finden, sie kann mächtig stolz auf sich sein: Ihre schriftlichen Realschulprüfungen hat Morena mit Noten zwischen 1,1 bis 1,4 geschafft, und zwar im Liegen, wo sie mit dem Mund, einem Stift mit einer Schreibhilfekugel oder dem Computer schreibt! Wir von der LAG BW GLGL sind sehr glücklich, dass wir Morena dabei unterstützen konnten, das zu zeigen, was sie kann. "Nachteilsausgleich" heißt das im Behördendeutsch und besagt, dass behinderungsbedingte Nachteile ausgeglichen werden müssen. Klingt einleuchtend, bedeutet in der Praxis aber oft dicke Bretter bohren. Bis Morena ihre umfangreiche Deutschprüfung (Ergebnis: 1,2) mit Hilfe eines Schreibhelfers ablegen durfte, hatte unsere Elternberatung über 30 Mails geschrieben. Und im Nachgang hat unser Inklusionsbeobachtungsprojekt noch einmal etwas genauer unter die Lupe genommen, ob beim Thema Nachteilsausgleich auch wirklich vergleichbare Bedingungen in BW herrschen: Zum einen in den unterschiedlichen Landteilen, zum anderen bei den Schülern in der Inklusion im Vergleich zu denen in den Sonderschulen. Danke auch an die Landesbehindertenbeauftragte Stephanie Aeffner, die sich auch für Morena stark gemacht hat! Jetzt lernt Morena übrigens für die mündlichen Prüfungen...
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SCHULAMTSSEITEN-CHECK Teil 3 // 05.2017
Weiter geht's: Wieder haben wir fünf Schulämter angeschrieben. Insgesamt 16 (von 21) Webseiten haben wir nun schon unter dem Gesichtspunkt der Darstellung der Inklusion unter die Lupe gekommen - mit doch sehr unterschiedlichen Ergebnissen. 6 Schulämter haben sich bereits zurückgemeldet. Mit einigen sind wir schon sehr konstruktiv im Gespräch.
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LESERBRIEF IM SPIEGEL // 05.2017

Unsere Projektleiterin Kirsten Ehrhardt hat zum Artikel "Gut gemeint, schlecht gemacht" eine Leserbrief geschrieben, und DER SPIEGEL hat ihn am 20.5. abgedruckt: "Deutsche Politiker leugnen ihre Verpflichtungen aus der UN-Behindertenrechtskonvention - machen nur widerwillig "ein bisschen" Inklusion, erhalten aber das komplette Sondersystem - zeigen dann empört überall dort hin, wo Inklusion nicht gut funktioniert - und sagen schließlich: Wir haben's ja vorher gewusst: Sonderschulen sind für die Behinderten halt doch viel besser! So bricht man Völkerrecht."
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INKLUSION BEI GANZTAG MITGEDACHT? // 05.2017
Wird Inklusion beim Thema Ganztagsschule in Baden-Württemberg mitgedacht? Unsere Zweifel werden immer größer... Schon im August 2016 hatten wir uns ans Kultusministerium gewandt und das Thema schon für den ersten Ganztagsgipfel eingebracht. Sönke Asmussen, Leiter des Referates 36, hatte uns damals geschrieben: "Ob und inwieweit das Thema Inklusion und Ganztag im Rahmen der angekündigten Veranstaltung am 24. November 2016 als eigenständiges Thema aufgenommen und platziert werden kann, ist heute noch nicht entschieden. Grundsätzlich mitgedacht ist das Thema. Darüber hinaus hat Frau Ministerin entschieden, dass in einer Folgeveranstaltung im Frühjahr 2017 das Thema Ganztag und Inklusion gesondert aufgenommen wird. Das Ministerium wird zum gegebenen Zeitpunkt diesbezüglich mit Ihnen in Kontakt treten." Leider ist das alles nicht geschehen: Inklusion war weder im ersten noch jetzt im zweiten Gipfel ein eigenständiges Thema, und auf die LAG BW GLGL ist das Kultusministerium auch nicht zugekommen.

Deshalb haben wir jetzt Herrn Asmussen erneut angeschrieben. Ganz konkret beschäftigt uns das Modell "Schule mit flexiblem nachmittaglichen Betreuungsangebot".
http://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/zweiter-ganztagsgipfel-zur-zukunft-der-ganztagsschule/


Handelt es sich hierbei um ein verpflichtendes schulisches Angebot im Sinne von § 4a III SchulG?
Nur dann haben Kinder, die eine Schulbegleitung benötigen, auch in diesen Zeiten einen Anspruch nach § 54 Nr. 1 SGB XII (Hilfe zu einer angemessenen Schulbildung) auf Eingliederungshilfeleistungen, die unabhängig vom Einkommen der Eltern gewährt werden. Die Neuregelung im neuen Bundesteilhabegesetz (§ 112 Abs. 1 Satz 2 SGB IX n.F.), die klarstellt, dass Leistungen zur Teilhabe an Bildung auch solche zur Unterstützung schulischer Ganztagesangebote in offener Form einschließen, die unter Aufsicht und Verantwortung der Schule ausgeführt werden, wird erst 2020 in Kraft treten. Dazwischen liegen noch 2,5 lange Jahre, die für Eltern, die ihr Wahlrecht für eine inklusive Beschulung wahrnehmen, entscheidend sind.

Sollte das Thema Inklusion auch diesmal nicht mitgedacht worden sein, würde es sich bei den neuen Modellen nicht um eine "Zwangsbeglückung" - eine Lieblingsformulierung der Ministerin - von Eltern handeln, sondern um eine "Zwangsexklusion". Wir sind auf die Antwort aus dem Kultusministerium gespannt ...

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UNSER CHECK DER SCHULAMTSSEITEN // 05.2017
geht weiter. Heute haben wieder 5 weitere Schulämter Post von uns erhalten. Von den 6 Ämtern, denen wir in der vergangenen Woche Rückmeldungen zu ihren Webseiten unter dem Aspekt der Inklusion gegeben hatten, haben sich schon 4 zurückgemeldet. Überwiegend haben sie versprochen, sich unsere Anmerkungen genau anzuschauen und sich dann wieder zu melden. Nach 11 von 21 Schulämtern, also genau der Hälfte, können wir schon eine kleine Zwischenbilanz ziehen: Wir haben doch sehr unterschiedliches Verwaltungshandeln bei der Umsetzung ein und desselben Gesetzes festgestellt. Die Unterschiede gehen von Kleinigkeiten bis hin zu Verfahren und Abläufen, bei denen wir große Zweifel daran haben, ob die Regelungen des Schulgesetzes damit korrekt abgebildet werden. Auch eine Menge Formulare haben wir gefunden, die wir zumindest für rechtlich bedenklich halten. Näheres in Kürze. Gefunden haben wir aber auch ein schönes Symbolbild zur Inklusion beim SSA Heilbronn, das wir Ihnen nicht vorenthalten wollen ...

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BÜROTEAM TRIFFT VORSTAND // 05.2017
Das sind 5 tolle Frauen, die unser Projekt voranbringen.

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AUSTAUSCH VOR ORT 3 // 05.2017
Am Rande einer Lesung kam unsere Projektleiterin Kirsten Ehrhardt auch mit Sarah Baumgart (li), der kommunalen Behindertenbeauftragten der Stadt Freiburg ins Gespräch. Sarah Baumgart sagte in ihrer Einführung: "Manche denken vielleicht: Nun geht es heute schon wieder um inklusive Bildung! Aber aus den vielen Gesprächen, die ich mit Eltern führe, weiß ich: Kindergarten und Schule, also das gemeinsame Aufwachsen, sind die Schlüssel für eine inklusive Gesellschaft. Und deshalb können wir uns gar nicht genug mit diesen Themen beschäftigen."

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DIE WEBSEITEN DER SCHULÄMTER // 05.2017
Eines unserer ersten Projektziele ist es, uns näher anzuschauen, wie die Staatlichen Schulämter in BW das Thema Inklusion in der Schule auf ihren Webseiten präsentieren und darüber informieren. Wir gehen von Eltern eines Kindes mit Behinderung/Beeinträchtung aus, die aktuelle Informationen über Inklusion suchen. Dafür haben wir vier Kriterien für einen aus unserer Sicht gelungenen Internetauftritt festgelegt, die für uns bei der Untersuchung leitend sind. ÜBERSICHTLICHKEIT - schnell gefunden VERSTÄNDLICHKEIT - gut erklärt VOLLSTÄNDIGKEIT - ausreichend informiert RICHTIGKEIT - Gesetzeslage dargestellt.
Die ersten 6 (von 21) Schulämtern haben von uns schon Post erhalten. Wir hoffen sehr, mit ihnen konstruktiv ins Gespräch zu kommen. Mehr dazu zur gegebenen Zeit dann hier.

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AUSTAUSCH VOR ORT 2 // 05.2017
Immer wichtig: Der Blick über den Tellerrand. Projektleiterin Kirsten Ehrhardt tauschte sich mit Petra Doering (re), Vorstandsmitglied bei "Gemeinsam leben Hessen", aus: Über die Stimmung, die zur Zeit in ganz Deutschland gegen Inklusion gemacht wird; über an inklusiven Prozessen Beteiligte, die aber kein Interesse am Gelingen haben; über die Notwendigkeit der Vernetzung und der guten, sachlich fundierten, Information der Eltern und vieles mehr. Petra Doering ist auch bei WirDABEI! e.V. in Birkenau aktiv. Eine Abkürzung, die für "Durch Akzeptanz Behinderung erfolgreich integrieren" steht.
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LESERBRIEF // 05.2017
Unsere Projektleiterin Kirsten Ehrhardt hat einen Leserbrief an die Süddeutsche Zeitung geschrieben, der heute veröffentlicht wurde (zu: Michael Felten, Inklusion mit Außenmaß):
http://www.sueddeutsche.de/kolumne/inklusion-eine-mogelpackung-1.3488090


AUSTAUSCH IN KENZINGEN // 04.2017
Im Rahmen unseres Projektes ist uns der Austausch mit anderen Akteuren rund um inklusive Bildung besonders wichtig. Einen Vortrag über das Recht auf Inklusion im Schulgesetz in Kenzingen nutzte Projektleiterin Kirsten Ehrhardt dafür, um mit Silvia Schmidt-Potzy (Foto, li), Landessprecherin der selbständigen HeilpädagoGinnen des BHP, und ihren Mitarbeiterinnen ins Gespräch zu kommen. Sie betreuen vor allem Kinder im Übergang Kindergarten-Schule und haben hier viele sehr unterschiedliche Erfahrungen gesammelt, wie Eltern, die mit ihren Kindern inklusive Wege gehen wollen, beraten und unterstützt werden. Kirsten Ehrhardt hat genau zugehört ...
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UNSERE PROJEKTPOSTKARTEN SIND DA // 04.2017
zum Verschicken, Verteilen, Auslegen u.v.m.
Wer möchte welche haben? Wir haben genug gedruckt...
Mail an beratung@lag-bw.de
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DIE SACHE MIT DEN FRISTEN // 04.2017
Sie sind uns schon lange ein Dorn im Auge. Die "Fristen", die die Schulämter ganz unterschiedlich setzen, wenn es um die sonderpädagogische Begutachtung - Voraussetzung, um später das Elternwahlrecht ausüben zu können - geht. Verbunden manchmal mit mündlichen Aussagen, für Anträge sei es "jetzt ja sowieso schon viel zu spät". Deshalb war die Kleine Anfrage 16/1344 im Landtag dazu schon spannend. Kern der Frage: Sind es "Ausschlussfristen", also nach Ablauf: rien ne va plus? Nein, genau das sind sie nicht, so die klare Antwort des Kultusministeriums.

Zitat: "Da die Fristen keine Ausschlussfristen sind, ist eine spätere Beantragung jederzeit möglich. Mit der gesetzten Frist signalisiert das Schulamt lediglich, dass alle fristgerecht eingereichten Anträge so bearbeitet werden können, dass dem möglichen Elternwunsch nach gemeinsamem Lernen von Kindern mit und ohne Behinderung mit großer Sicherheit Rechnung getragen werden kann. Später eingegangene Anträge werden genauso regelhaft bearbeitet." Nun werden wir uns also genauer anschauen, ob das auch bei den Schulämtern deutlich wird. Das SSA Tübingen z.B. formuliert vorsichtig: "Der Antrag sollte bis spätestens 15.01. eines jeden Jahres gestellt werden", die Formulierung des SSA Mannheim dagegen klingt etwas anders als das Kultusministerium und ist rechtlich zumindest zweifelhaft: "Bitte stellen Sie den Antrag jeweils zum 31. Oktober in jedem Schuljahr. Mit Eingang des Antrags bis zu diesem Zeitpunkt kann das SSA Mannheim die Bearbeitung und Berücksichtigung zum nächsten Schuljahr sicherstellen. Später gestellte Anträge werden nach Einzelfallprüfung aus Gründen der Bearbeitungszeit gegebenenfalls erst im Folgeschuljahr bearbeitet und berücksichtigt." Mehr dazu bald hier.

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„Inklusionsbeobachtung und -begleitung in Baden-Württemberg“
LAG BW „Gemeinsam leben – gemeinsam lernen“ e.V. startet neues Projekt

Presseerklärung vom 3.4.2017
„Inklusionsbeobachtung und -begleitung“ heißt das neue Projekt der Landesarbeitsgemeinschaft Baden-Württemberg „Gemeinsam leben – gemeinsam lernen“ e.V.

Das auf drei Jahre angelegte Projekt wird aus Fördermitteln der Lechler Stiftung und der Heidehof Stiftung unterstützt. Die LAG BW GLGL möchte hiermit die Umsetzung der Inklusion, vor allem im Bildungsbereich, kritisch beobachten und begleiten. Projektleiterin ist Kirsten Ehrhardt, die schon drei Jahre lang als Elternberaterin für die LAG BW GLGL tätig war.

„Wir werden uns zum Beispiel genau anschauen, wie Schulämter Inklusion öffentlich darstellen, wie sie Eltern über ihr Wahlrecht beraten und wie ernst sie die Aufgabe nehmen, dass Inklusion Aufgabe aller Schulen und Schularten ist. Wir geben den Ämtern Rückmeldungen aus der Sicht und aufgrund der Erfahrungen von Eltern und möchten mit ihnen konstruktiv ins Gespräch kommen.“

Auch die Rolle der Sozial- und Jugendämter bei der inklusiven Beschulung nimmt das Projekt in den Blick. Hierfür nutzt die LAG BW GLGL auch die Erfahrungen ihrer 17 örtlichen Initiativen, ihrer Einzelmitglieder und der vielen Eltern, die sie in den vergangenen Jahren beraten hat.

Im Projekt geht es auch darum, wie Inklusion in der Öffentlichkeit und in den Medien dargestellt wird. Auch hier möchte die LAG BW GLGL genau hinschauen. „Nicht alles, was Inklusion genannt wird, ist auch wirklich Inklusion“, sagt Kirsten Ehrhardt. Außerdem untersucht die LAG BW GLGL im Rahmen ihres Projektes, was Parteien und Politiker in Baden-Württemberg tun, um Inklusion weiter voranzubringen.

Das Projektteam besteht aus Kirsten Ehrhardt, Juristin, Journalistin und selbst Mutter eines Sohnes mit Behinderung, und aus Daniela Ehrentraut und Sarah Heizmann, die sie im Büro der LAG BW GLGL unterstützen. Projektpate ist Gerd Weimer, der ehemalige Landesbehindertenbeauftragte aus Tübingen, mit dem sich das Team regelmäßig austauschen, die Projektschritte reflektieren und weitere überlegen wird.

Das Projekt wird fortlaufend hier sowie auf der facebook-Seite www.facebook.com/InklusionBW/ abgebildet.

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